Abstrakte Komposition
von 1973
Maße: 29 cm x 21 cm
Biografie
* 22. September 1905, Altebögge (Westfahlen)
† 01. Oktober 1976, Herrsching am Ammersee
Nach einer Elektriklehre machte Winter eine Zeichenlehre im Staatlichen Bauhaus in Dessau bei Josef Albers und Wasily Kandinsky und arbietete in der Malklasse von Paul Klee. Durch die hervorangenden Zeugnisse von Kandinsky und Klee erhielt er ein Stipendium der Stadt Dessau.
Im Anschluss an sein Studium gründete er zusammen mit Künstlerkollegen das Atelier „Studio Z“.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde seine Kunst als entartet deklariert und ihm wurde ein Mal- und Ausstellungsverbot erteilt. 1939 wurde Winter in den Kriegsdienst einberufen und dort nicht nur schwer verwundet, sondern auch sowjetischer Kriegsgefangener.
Als er endlich entlassen wurde vernichtete er mehrere hundert seiner im Krieg entstandenen Zeichnungen aus Angst man würde ihn deswegen der Spionage bezichtigen.
Nach dem Krieg war er Mitgründer der Münchner Künstlergruppe „ZEN 49“, die sich in der Tradition des Blauen Reiters sah. Außerdem betätigte er sich als Professor und nahm an mehreren documenta – Ausstellungen, sowie großen Retrospektiven zur Würdigung der bedeutendsten deutschen Nachkriegskünstler teil.
Winter vertrat die „L’Art-pour l’Art“ – Einstellung. Sein zirkulärer Stil zeichnet sich durch das Aufgreifen alter Formen und ihre Ergänzung durch neue aus. Auch löste er sich nie vollständig vom Gegenstand und führe trotzdem vielfältige Experimente aus.
Er gilt als Vorreiter der europäischen Abstraktion und als einer der wichtigsten abstrakten Künstler der Nachkriegszeit.