Adolf Fleischmann
Geometrische Steifen, Seine Kunst
Ohne Titel
Maße: 35 cm x 45cm
Biografie
* 18. März 1892, Esslingen
† 28. Januar 1968, Stuttgart
Seine Kunstausbildung erlangte Fleischmann an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und der Königlichen Kunstakademie unter anderem bei Adolf Hölzel und Robert Poetzlberger.
Nach diversen Anstellungen im künstlerischen Bereich und einem einjährigen Kriegsdienst, der nach einer schweren Verletzung sein Ende nahm, wirkte Fleischmann an der Ausstellung der Münchner „Neue Sezession“ teil. Beeinflusst von Franz Marc und weiteren Expressionisten, die er dort kennenlernte, malte er stark expressionistische Gemälde.
Ab 1925 verfolgte er einen abstrakten Stil, weswegen er sich auf Grund der nationalsozialistischen Machthaber dazu gezwungen sah nach Paris zu fliehen, wo er der Gruppe l’Équipe betrat und dadurch Bekanntschaft mit Künstlern wie Robert Delaunay und Albert Gleizes machte. Seine Unterstützung der Résistance drängte ihn zur Flucht aus Paris.
Als er 1944 wieder zurückkehrte war sein Atelier und damit ein Großteil seiner Werke komplett zerstört, doch seine französischen Freunde bauten ihn wieder auf und animierten ihn weiter zu machen.
In den ersten Nachkriegsjahren hatte Fleischmann eine erste kurze geometrische Phase, die 1950 wiederauflebte. Im Gegensatz zu der ersten handelte es sich dabei allerdings nicht um Kunst im Sinne von Konkreter Kunst sondern um serielle Malerei.
Sein unverkennbarer Stil, der sich durch in schmale Winkel eingebundene, rhythmisch gruppierte, schmale Streifen auszeichnet, machte ihn zu einem frühen Vorläufer der Op-Art. Die Werke dieser Zeit wurden in der Galerie Colette Allendy in Paris ausgestellt.
Zu seinem großen Durchbruch in Deutschland verhalf ihm 1966 die Adolf-Fleischmann-Jubiläumsaustellung im Württembergischen Kunstverein.