Biografie
* 07. Dezember 1907, Leipzig
† 14. August 1998, Zwickau
Henning lernte Betonbauer und engagierte sich schon früh in der Sozialistischen Arbeiterjugend und der SPD. Nach seiner Arbeitslosigkeit im Jahre 1929 begann er autodidaktisch als Fotograph. Mit seinen Aufnahmen bewarb er sich erfolgreich beim Bauhaus in Dessau.
Ab 1934 wurde Henning als Bauarbeiter von den Nationalsozialisten dienstverpflichtet und ein Teil seiner Werke zerstört.
Nach dem Krieg war er zwar Gründungsmitglied der Gruppe „Bildender Künstler“ im Kulturbund Zwickau, wurde jedoch 1952 auf Grund von Differenzen mit der DDR-Kulturpolitik wieder als Betonbauer verpflichtet.
Ab 1972 widmete er sich schließlich ganz der Malerei.
Sein Nachlass, bestehend aus 140 Zeichnungen, 2100 Skizzen, 20 Skizzenbüchern, sowie ca. 180 Aquarellen, 70 Pastellen, Monotypien und Holschnitten auf Papier oder Stoff, wurde an die Kunstsammlungen Zwickau übergeben.
Auf diversen Ausstellungen sind nun auch Briefe seiner Künstlerfreunde, wie zum Beispiel seinem Bauhaus-Kommilitonen Carl Marx oder des Malers Heinz Tetzner, zu betrachten.