Schreibmaschinenmädchen von Horst Strempel

Schreibmaschinenmädchen

Ölfarben auf Leinwand, 1956

Maße: 60 cm x 45 cm

Biografie

* 16.Mai 1904, Beuthen / Oberschlesien
† 04.Mai 1975, Berlin

Nach einer Ausbildung als Dekorationsmaler studierte Strempel an der staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau bei Otto Mueller und Oksar Moll. Sein Studium setzte er in Berlin bei Karl Hofer fort und trat dort der KPD bei. Infolgedessen engagierte er sich auch bei der „Assoziation revolutionärer bildender Künstler“ (ARBKD).

Von seinem späteren Wohnort Paris wurde er nach Einmarsch der deutschen Truppen in den Süden Frankreichs deportiert, wo er viele Jahre in Internierungslagern verbrachte.

Als rückkehrwilliger Emigrant zurück in Deutschland zog er nach einem zweijährigen Kriegsdienst 1945 zurück nach Berlin.

Seine Werke, in denen er sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Wiederaufbau auseinandersetzt, wurden durch viele öffentliche Auftritte und Ausstellungen im Zuge des kulturellen Wiederaufbaus Ostberlins bekannt.
1947 erhielt er eine Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Die Formalismus-Debatte spaltete die Künstler der damaligen Zeit in die Anhänger des „Sozialistischen Realismus“ und diejenigen, die unabhängige Kunst forderten, die sich der Vielfalt der internationalen Moderne und älterer Traditionen bedienen konnte. Da Strempel zur letzteren Gruppe gehörte und Maßnahmen wie das Überstreichen seiner Wandbilder vorgenommen wurden, sah er sich 1953 zur Flucht gezwungen.
Durch die Flucht, den Nationalsozialismus und den Krieg gingen viele seiner Werke verloren oder wurden zerstört.

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