Auf Pariser Straßen II
Vor dem Café du Dôme
Feder in Schwarz auf chamoisfarbenem Velin, um 1930
Maße: ca. 31,3 cm x 30,8 cm
Fragen Sie diese Uhr jetzt an. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.
Karl Hubbuch
* 21. November 1891, Karlsruhe
† 26. Dezember 1979, Karlsruhe
Seine Studienlaufbahn begann Hubbuch an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, führte sie an der Schule des Museums der angewandten Künste in Berlin unter Emil Orlik fort, war von 1920 bis 1922 Meisterschüler bei Walter Conz und Ernst Würtenberger in Karlsruhe und beendete sie schließlich an der preußischen Akademie der feinen Künste wieder bei Orlik.
Nachdem er Lithographie an der Akademie in Karlsruhe unterrichtet hatte wurde er dort zum Professor ernannt. In dieser Zeit reiste er jedes Jahr zu Studienzwecken nach Frankreich.
Schon in den 20er und frühen 30er Jahren verhalfen ihm viele Ausstellungen zu einem hohen Bekanntheitsgrad.
Die Veröffentlichung der kritischen Künstlerzeitschrift Zakpo zusammen mit seinen Künstlerkollegen Hermann Brand, Erwin Spuler und Antin Weber, veranlasste das NS-Regime unteranderem ihn zwischen 1935 und 1945 der entarteten Kunst zu beschuldigen und ihm zu verbieten weiterhin als Künstler zu arbeiten.
Nach dem Krieg wurde seine Professur dann aber wieder erneuert, er beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen in Europa und machte Reisen nach Holland und Italien um neue Inspirationen zu finden.
Fünf Jahre nachdem er als Ehrengast in die Villa Massimo in Rom eingeladen wurde, erblindete Hubbuch 1970 fast vollständig, woraufhin er seine Künstlertätigkeit einstellen musste.
Stilistisch gesehen lässt sich Hubbuch als Vertreter des Verismus und der „Neuen Sachlichkeit“ einordnen. Im Gegensatz zu Kollegen wie Grosz und Dix vervollkommnete er seine neorealistische Kunst aber eher unterschwellig politisch.