Aktstudie von Willi Sitte

Aktstudie mit Kopf

Mischtechnik auf festem Velin, 1992

Maße: 70 cm x 50 cm

Biografie

* 28. Februar 1921, Kratzau, Tschechoslowakei
† 08. Juni 2013, Halle (Saale)

Sittes Zeichentalent wurde schon früh von seinem Zeichenlehrer gefördert, was ihn unter anderem dazu bewegte 1936 Textilmusterzeichner an der Kunstschule des nordböhmischen Gewerbemuseums in Reichenberg zu studieren.

1951 erhielt Sitte einen Lehrauftrag an der Kunstschule Burg Giebichenstein und wurde dort acht Jahre später zum Professor berufen.

Seine Lehrtätigkeit führte Sitte stetig weiter, da er sich so um die Ausbildung junger Künstler kümmern konnte.  

Neben dieser Beschäftigung betätigte Sitte sich auch immer wieder politisch in der DDR und galt als Vertreter des sozialistischen Realismus. Neben Künstlern wie Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer gilt Willi Sitte als einer der bedeutendsten Maler der DDR.
Seine Bekanntheit verschaffte ihm sogar eine gleichnamige Galerie, die anlässlich seines 85. Geburtstags in Merseburg eröffnet wurde.

Sittes Stil zeichnet sich durch expressive Körperdarstellungen, die oft gesellschaftliche und politische Aussagen beinhalten, aus. Seine politische Stellungnahme im Bild wurde von dem Kunstpublikum oft kritisch beäugt, verminderte seine Beliebt- und Bekanntheit allerdings nicht.

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